Spam-Ordner geschäftlich genutzter E-Mail-Konten müssen täglich kontrolliert werden

Wenn auf offiziellen Dokumenten (Briefkopf, Webseite, u.ä.) die geschäftliche E-Mail-Adresse zur Kommunikation angeben ist, muss der Eigentümer das E-Mail-Konto täglich kontrollieren. Das gilt sogar für den Spam-Ordner, in dem normalerweise Werbemails landen.

Geschieht dies nicht und entsteht einem Absender einer E-Mail dadurch ein Schaden (z. B. einem Kunden eines Rechtsanwaltes), muss der Eigentümer der E-Mail-Adresse haften (hier: der Rechtsanwalt). Dies stellte das Landesgericht Bonn am 10.01.2014 fest (Az. 15 O 189/13).

Urteil: LG Bonn, 10.01.2014 – 15 O 189/13

Tipp: Wenn Sie auf Materialien wie Visitenkarte, Briefkopf, Webseite oder Ähnlichem Ihre offizielle E-Mail-Adresse angegeben haben, sollten Sie regelmäßig sowohl in Ihre reguläres Postfach, als auch in den Spam-Ordner schauen.

Dies scheint besonders dann problematisch, wenn Sie länger in Urlaub sind oder ein automatisches Löschen von Spam-Mails eingestellt haben. Deaktivieren Sie also besser eine Löschautomtik und lassen Sie sich die Mails mit dem Vermerk „Spam“ zusenden.

Bei den meisten Mail-Providern müssen Sie sich dazu per Browser in Ihrem Kundenkonto anmelden. Gehen Sie in den Bereich „E-Mail“ und suchen dort nach den Einstellungen. Dort finden Sie meist die Einstellung für die Behandlung von Spam, unerwünschter Post bzw. Werbemails. Die gesuchten Einstellungen können aber auch im Bereich „Sicherheit“ etwas versteckt sein.

Wenn möglich nutzen sie zum Abrufen das Protokoll IMAP. Dadurch werden Ihre E-Mails und Ordner mit dem E-Mail-Programm synchronisiert. D. h. Sie erhalten auch Einblick in Ihren Spam-Ordner.

Wenn Sie das POP3-Protokoll nutzen sollten Sie sich regelmäig bei Ihrem Provider einloggen und den Inhalt des Spam-Ordners kontrollieren.