Suchmaschinen müssen Links zu persönlichen Daten löschen

In einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 13.05.2014 wurde festgehalten, dass Suchmaschinenbetreiber auf berechtigte Anfrage von natürlichen Personen teilweise Links zu deren Daten löschen müssen.

Der Suchmaschinenanbieter sei verpflichtet die persönlichen Daten „von der Ergebnisliste, die im Anschluss an eine anhand des Namens einer Person durchgeführte Suche angezeigt wird, Links zu von Dritten veröffentlichten Internetseiten mit Informationen zu dieser Person zu entfernen, auch wenn der Name oder die Informationen auf diesen Internetseiten nicht vorher oder gleichzeitig gelöscht werden und gegebenenfalls auch dann, wenn ihre Veröffentlichung auf den Internetseiten als solche rechtmäßig ist.

Es besteht somit zumindest theoretisch das Recht alte oder nicht korrekte Inhalte zur eigenen Person, die auf Webseiten von Dritten publiziert sind, aus der Suchergebnisliste einer Suchmaschine streichen zu lassen.

Quelle: http://curia.europa.eu/juris/

 

Update:
Google hat dazu ein Online-Formular eingerichtet: support.google.com. Scheinbar werden Ergebnisse dann nur in europäischen Ländern ausgeblendet. In anderen Ländern ist die Anzeigen der persönlichen Daten immer noch aktiviert.

Update (17.07.2014)
Auch Bing stellt nun ein Online-Formular zur Verfügung: www.bing.com

Tipp: Nehmen Sie besser Kontakt mit den Betreibern der Webseiten auf, auf denen der unerwünschte, persönliche Inhalt steht. Bitten Sie die Betreiber um ein Löschen der Daten. Dadurch werden Sie automatisch aus allen Suchmaschinenergebnissen gelöscht.